Trainer für Dualaktivierung und Equikinetic

Kurzmitteilung

IMG_3531Seit 2011 arbeiten Lily und ich nun mit den Trainingsmethoden von Michael Geitner und haben damit etwas gefunden, dass uns durch fit und gut trainiert sogar durch schwierigste, krankheitsbedingte Phasen gebracht hat. Deswegen habe ich den Entschluss gefasst mich bei ihm zum Trainer ausbilden zu lassen um diese Möglichkeit vielen anderen Pferd-Mensch-Paaren zu eröffnen.

Alles Paletti!

IMG_3462Seit dem Hufgeschwür ist ein Monat vergangen. Lily läuft super, der spitze Schotter auf den Wegen um den Stall macht ihr beim Reiten zwar noch zu schaffen aber ihre Hufe sind auch noch nicht komplett durchgewachsen, ausserdem hab ich ja meine Hufschuhe.

Alles in allem fühlt sie sich einfach sauwohl.

Mauke, Nesselsucht und Hufgeschwür

Seit wir im Dezember umgezogen sind, ist einiges passiert: der Stress durch den Umzug hat Lily erst abmagern lassen, dann hat sie Mauke bekommen, anschließend einen Ausschlag und zu guter letzt ein Hufgeschwür. Aber jetzt mal der Reihe nach.

Umzug in eine neue Herde und ein Stallwechsels bedeuten Stress. Zusätzlich mussten wir ja auch das Futter umstellen, weil wir im neuen Stall unser Futter selbst kaufen müssen. Ich habe mich zwar lange vorher schon schlau gemacht aber es blieb natürlich nicht aus, dass es ein paar Übergangsschwierigkeiten gab. Den Anfang machen vier angelaufene Fesseln, die wir aber mit etwas Bewegung und einem erneuten Wechsel vom Kraftfutter schnell wieder unter Kontrolle bekamen.

IMG_3359 Nach Weihnachten, also drei Wochen nach unserem Umzug, rief mich dann Julia, meine Reitbeteiligung an und meinte: Lily hat Mauke. Oh weh! Nach einiger Recherche im Bekanntenkreis und im www bin ich dann auf folgenden Artikel von Natural Horsecare gestossen:
http://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/mauke-pferde-behandeln/
Der Satz, der mir am meisten zu denken gegeben hat ist folgender: „Das Immunsystem des Pferdes stellt sich erst langsam individuell auf die Standortsituation ein. Bei plötzlichen Veränderungen und neuen Keimen kann nur ein intaktes und gut funktionierendes Immunsystem Antikörper entwickeln. In vielen Fällen sind die Pferde nicht mehr in der Lage die notwendigen Keime schnell abzuwehren. Die Haut als größtes Organ wird daher sehr anfällig für äußere Angriffe.“
Klar, durch den Stallwechsel und den Stress war Lilys Immunsystem dermassen geschwächt, dass sie die Keime nicht mehr abwehren konnte. Am Matsch konnte es nicht liegen, sie stand ja schon immer im Winter auf einem Matsch-Paddock.
Ich habe also zwei Dinge getan:
1. angefangen mit Kristallkraft zu entgiften
2. die akuten Stellen mit kolloidalem Silber desinfiziert und mit Honig aus der Apotheke behandelt, allerdings nur einmal die Woche
Und siehe da, nach vier Wochen war die Mauke verheilt und die Härchen sprossen wieder.

IMG_3385Das Kristallkraft hatte allerdings einige interessante Effekte. Eines Tages kam ich in den Stall und stellte fest, dass sie von oben bis unten mit großflächigen Quaddeln bedeckt war. Eigentlich sollte so etwas nicht vorkommen, da Lily aber schon mehrfach unter Vollnarkose war kann es natürlich sein, dass sich da einiges angesammelt hat was jetzt rauskam.

Und dann kam das dicke Bein … Fesselgelenk bis rauf zum Sprunggelenk hinten links dick geschwollen und hochgradig lahm. Bei genauerem Hinsehen, merkte ich, dass das Gewebe besonders an der Aussenseite des Hufes oberhalb des Kronrandes geschwollen war. Also Tierarzt geholt.

Der stellte Gott sei Dank fest, dass die Sehne klar war, machte aber einen Umschlag und gab ihr Antibiotika. Seine Vermutung war eine Phlegmone durch die letzten Reste der Mauke. Am darauffolgenden Tag war das Bein merklich schlanker und Lily belastete es wenigstens wieder ein bisschen. Noch einen Tag später war sie nicht mehr lahm, der Hufballen aber immer noch geschwollen und sah irgendwie wund aus. Als der Tierarzt nochmal kam, zeigte ich ihm die Stelle, er meinte aber es hätte nichts zu bedeuten, wäre von der Mauke. Irgendwie wollte ich ihm das aber nicht glauben.

Am nächsten Tag kam dann Detlev, dem erzählte ich das Drama natürlich und er stellte nach kurzer Untersuchung fest: eindeutig ein Hufgeschwür, das nach oben gewandert und aufgegangen war. Bei so etwas läuft das Bein gerne mal auch oberhalb des Fesselgelenkes an, meinte er. Den Tierarzt hätte ich mir sparen können, das wäre auch so wieder weggegangen. Na super, dachte ich mir, wieder was gelernt: Entgiften ist gut, kann aber vorübergehend zu Irritationen führen.