Mal wieder zu Fuss unterwegs

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Wir sind mal wieder zu Fuss unterwegs: Reizung des Fesselträgers. Naja, wenns weiter nichts ist … Im neuen Stall gibt es so viel Heu, dass ich schon Bescheid sagen musste, sie sollen ihr nicht mehr ganz soviel geben, ohne ordentlich Arbeit hat sie in der letzten Woche schon ein Bäuchlein bekommen.

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Umgezogen

Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken den nächsten Schritt in Richtung artgerechte Pferdehaltung zu tun. Allerdings wollte ich nicht nur eine bessere Lösung für Lily finden, sondern auch meine Situation verbessern. Ich suchte also nach einem Offenstall, der von mir zu Hause unter einer halben Stunde erreichbar ist. Nach längerer Suche würde ich fündig: eine kleine Paddock Trail Anlage mit nur 10 Pferde, 10 Minuten von mir zu Hause und sogar direkt auf dem Weg in die Arbeit.

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Am 13. Dezember sind wir nun also umgezogen. Nach einer Woche würde ihr sogar ihre Eingewöhnungs“Box“ zu eng und sie hat sich genau an dem Tag, der für die Eingliederung geplant war, selbst eingegliedert.

Ihren Hufen geht es immer noch gut, sie läuft weiterhin ohne Probleme.

Hufschuhe gegen das „Schnackeln“

Die Eisen sind nun seit vier Monaten ab und Lily geht es wunderbar. Sie ist entspannt, läuft super – inzwischen auch wieder unterm Sattel und scheint mit ihrem neuen Hufgefühl absolut zufrieden zu sein.

Detlev war inzwischen mehrere Male da und man sieht an den Hufen bereits klare Veränderungen. Zum einen werden sie breiter, sie hat momentan einen klar erkennbaren zweigeteilten Huf, der oben weiter nachwächst wodurch man gut erkennen kann wann die Eisen abgenommen wurden, da ist nämlich eine richtige Stufe im Huf. Die beiden hinteren Hufe sind bereits schön gleichmässig, der Strahl wird bereits mit belastet und der Huf sieht rundum gut aus. Vorne hat sie erst einmal sehr viel Sohlenhorn nachgeschoben und anschliessend ist der Strahl etwas verkümmert. Detlev meinte allerdings das sei ein ganz normaler Prozess, da müssen wir einfach weiter bearbeiten, damit der Strahl auch mit zum Tragen kommt.

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Ein anderes Phänomen macht uns an den Vorderbeinen mehr Sorgen: Lily „schnackelt“ beim Auftreten mit den Fesselgelenken. Ich habe es mal gefilmt, da man es nur schwer beschreiben kann.

Da wir die Vermutung haben, dass Lily ihrem neuen Hufgefühl einfach noch nicht traut, hat Detlev ihr Hufschuhe mit Einlage verordnet. Die Hufschuhe helfen ihr mit dem ganzen Huf anstatt nur mit der Zehe aufzutreten und somit eine gleichmässige Abroll-Bewegung zu gewährleisten. Wir verwenden sie immer wenn wir mit ihr rausgehen, egal ob im Sattel oder am Boden. In der Halle und auf dem Platz können wir sie leider nicht verwenden, da der Sand den Kronrand aufschürfen würde.
Nach zwei Wochen kann man schon erst Verbesserungen erkennen, ihr Gang ist schon nicht mehr ganz so „schnackelig“.

 

 

 

Willkommen

im April 2014 wurde bei meiner 7-jährigen Quarter Horse Stute Lily ein Hufrollensyndrom (lat. Prodotrochlose) diagnostiziert. Nach dem ersten Schock und Beratung durch den Tierarzt, habe ich mich dann im Internet und Bücherei auf die Suche nach Information gemacht und viel gefunden.
Die Darstellung der Problematik und Diagnostik wird in verschiedensten Formen abgehandelt, wenn es dann aber zur Therapie kommt, sieht es schon wesentlich dünner aus.
Nach viel Recherche habe ich mich nun dazu entschlossen mit Lily einen eher unkonventionellen Weg zu gehen: Eisen ab und auf die Heilung durch die natürlichen Hufmechanismen vertrauen.

Den vor uns liegenden Weg möchte ich mit Hilfe dieses Blogs dokumentieren. Es ist ein Experiment und ich weiß jetzt noch nicht ob es gelingt, bin aber der Überzeugung, dass es einen Versuch wert ist.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate und bin im Moment stolz meinen ersten Blog-Beitrag geschrieben zu haben.

Herzlichst,
Anne